Sofia - the insider`s guide
A-Z wichtige Hinweise

Betrügereien
Der häufigste Betrug findet beim Geldtauschen statt. Obwohl sich die Zahl der Geldwechsler auf der Straße reduziert hat, findet man sie vor allem in den Urlaubsorten während der Hochsaison. Man sollte niemals auf der Straße Geld wechseln, dabei wird man zu 100% betrogen, sei es durch Falschgeld oder Tricks, und man ist immer selber schuld, da es illegal ist. Wechselstuben dürfen keine Kommission mehr nehmen und die Wechselkurse müssen deutlich ausgeschildert sein. Der Kunde sollte den Wechselbeleg erst unterschreiben, wenn er den Betrag überprüft hat. Sicherer ist es bei einer Bank zu tauschen, die meist einen ebenso guten Kurs anbietet.
Ausländer werden oft auch in Cafés oder Restaurants übervorteilt, indem die Preise auf der englischsprachigen Karte nicht denen der bulgarischen Speisekarte entsprechen. Oder auf der Rechnung befinden sich Sachen, die man gar nicht bestellt hatte, vor allem wenn man in einer größeren Gruppe unterwegs ist. In Taxis sollte in jedem Fall die Gebührenanzeige im Inneren des Fahrzeugs kontrolliert werden, bevor man losfährt. Sie kann von den außen angeschlagen Preisen manchmal abweichen.

Einreiseformalitäten
EU-Bürger brauchen ebenso wie Schweizer für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen (innerhalb von sechs Monaten) kein Visum. Der Reisepass muss aber noch mindestens sechs Monate gültig sein. Kinder unter 16 Jahren dürfen nur noch mit eigenem Kinderausweis (mit Lichtbild) oder mit einem Reisepass einreisen. Ein Eintrag in den Reisepass der Eltern wird nicht mehr akzeptiert. Die Kinderausweise sollten bei der Einreise noch drei Monate gültig sein, zumindest aber für die Dauer des Aufenthaltes. Seit Januar 2007 ist auch die Einreise mit dem Personalausweis möglich.
Wer länger als drei Monate im Land bleiben möchte, benötigt ein Visum.
Nicht-EU-Bürger sollten sich am besten im Vorfeld über die Einreisebestimmungen bei der Bulgarischen Botschaft in ihrem Heimatland erkundigen.
EU-Bürger sind außerdem von der Meldepflicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreise befreit, ebenso Ausländer, die in einem Hotel übernachten, da die Hotelrezeption sich um die Anmeldung kümmert.

Elektrizität
Die Stromspannung beträgt in Bulgarien 220 V bei 50 Hz. Die Steckdosen sind in der Regel Eurostecker. In vielen Regionen kann es zu Stromschwankungen und – ausfällen kommen, die dabei elektrische Geräte wie Fernseher und Computer schädigen können. Für teure Geräte empfiehlt sich ein Schutzstecker.


Extremsport
Mountain Biking, Bungee Sprünge, River Rafting, Kanufahren und andere Sportarten sind in Bulgarien möglich. Es gibt einige Veranstalter, die sich darauf spezialisiert haben, sieh auch www.adventurenetbg.com, Tel.: 944 6765.

Fahren in Bulgarien
Auto- und Motorradfahren ist in Bulgarien stressiger als in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Man sollte sich jedoch nicht einschüchtern lassen, sondern defensiv fahren und sich an die Regeln halten. Dazu muss man aber wissen, dass die bulgarischen Fahrer meist genau das Gegenteil machen. Mögliche Gefahrenquellen sind das Überholen von rechts, Ignorieren von Stop- oder Vorfahrtsschildern, zu schnelles Fahren, Spurwechsel und durch andere Autos geschnitten werden. Dieses Verhalten ist vor allem typisch für die Fahrer von Luxusautos und Verkehrsrowdys. Am Besten vermeidet man jedoch Auseinandersetzungen.
Besucher können mit ihrem nationalen Führerschein fahren, wenn er den internationalen Bestimmungen genügt. Ein internationaler Führerschein ist nicht notwendig.
Mit Ausnahme einiger Autobahnen, wie Sofia – Plovdiv, sind die Straßen oft eine echte Herausforderung: Autofahrer müssen mit Schlaglöchern (vor allem nach dem Winter), Baustellen, Pferdegespannen und dem nicht immer professionellen Fahrstil der anderen Fahrer rechnen. Dank der EU-Unterstützung hat sich aber die Qualität der Straßen in den letzten Jahren erheblich verbessert. Auch die Autobahnen Richtung Burgas und Varna werden weiter ausgebaut.
Besondere Vorsicht ist in den Wintermonaten geboten, achten Sie auf die Qualität der Winterreifen, Frostschutzmittel und gute Scheibenwischer. Für die Bergregionen sind Schneeketten notwendig. Während der Wintermonate muss immer mit Abblendlicht gefahren werden. Die meisten Hauptstraßen werden nach Schneefall geräumt und gestreut, aber Nebenstraßen oder abgelegene Strecken werden oft gar nicht freigeräumt. Diese können dann durch weitere Eisbildung extrem gefährlich und unpassierbar werden. Schneeverwehungen und Glatteis sind auf den Küstenstraßen oft eine große Gefahr.
Tankstellen sind inzwischen überall wie Pilze aus dem Boden geschossen. Vor allem an den Hauptstraßen findet man alle 15-20 km eine Shell- oder OMV-Tankstelle. Diese verfügen außerdem über saubere Toiletten und bieten auch Erfrischungen und Snacks an. An den Tankstellen ist unverbleites Normalbenzin, unverbleites Super und Diesel erhältlich, sowie LPG (verflüssigtes Propan oder Butan), mit dem inzwischen viele Bulgaren aus ökonomischen Gründen fahren.
Die Straßenbeschilderung ist generell nach internationalem Standard beschriftet, aber in den Städten meist nur in kyrillischer Schrift, außerhalb sind die Ortsschilder meist auch in lateinischer Schrift. Es kann auch vorkommen, dass Hinweisschilder wegen des Altmetalls gestohlen wurden, so dass man deswegen leicht eine Abfahrt verpassen kann.
Verkehrsregeln
Für Fahrer und Beifahrer besteht eine Gurtpflicht, für Motorradfahrer eine Helmpflicht. Die Promillegrenze liegt bei 0,5 Promille. Handys dürfen nur mit Freisprechanlage verwendet werden, neuere Gesetze verbieten dem Fahrer oder der Fahrerin auch das Tragen von Sonnenbrillen, Schuhen mit hohen Absätzen oder Flip Flops. Wie diese Vorschriften jedoch durchgesetzt werden, bleibt fraglich. Jedes Fahrzeug muss außerdem über einen Erste-Hilfe-Kasten, einen Feuerlöscher und eine Warnweste verfügen.
Die Geschwindigkeitsbeschränkungen für Autos liegen Innerorts bei 50 km/h, auf Landstraßen bei 80/90 km/h und auf Autobahnen bei 120 km/h.
Die Polizei führt vor allem in Sofia, aber auch außerhalb Verkehrskontrollen durch, man sollte immer alle Ausweisdokumente bei sich führen. Man kann aufgrund zu hoher Geschwindigkeit, einem fehlenden Sicherheitsgurt oder oben genannter Punkte angehalten werden. Es gibt zahlreiche Radarkontrollen im ganzen Land. Entgegenkommende Fahrzeuge warnen einen oft durch kurzes Aufblenden. Wenn man doch angehalten wird, sollte man in jedem Fall höflich gegenüber den Verkehrsbeamten sein. Diese sind auch verpflichtet sich mit Namen auszuweisen. Nach den neuen Gesetzen, um der Korruption eine Riegel vorzuschieben, dürfen sie jedoch nicht mehr vor Ort die Geldstrafe kassieren, sondern man muss ein Formular unterschreiben und später die Strafe bei einer Dienststelle bezahlen.
Im Falle eines Unfalls müssen die beteiligten Parteien am Unfallort warten und dafür sorgen, dass die Verkehrspolizei angerufen (KAT, Tel: 165, oder 982 2723) und ein Unfallbericht ausgefüllt wird, dies ist Voraussetzung für jedwede Art von Versicherungsforderungen. Bei einem Minimalschaden wird dies jedoch oft auch zwischen den Parteien ohne Hinzuziehen der Polizei geklärt.
Pannendienst
Der 24-Stunden-Pannendienst ist unter der Telefonnummer 91 146 zu erreichen. Bei einer Panne mit einem Mietwagen wendet man sich am besten direkt an die Mietwagenfirma.
Vignetten
Seit Januar 2005 hat die Regierung eine Mautpflicht für fast alle bulgarischen Straßen außerhalb der Stadtgebiete eingeführt. Sie gilt für alle Straßen, die mit dem Schild „Vignette“ gekennzeichnet sind. Für Autos mit bis zu 8 Sitzen beträgt die Jahresgebühr 67 Leva (34 Euro für Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen). Man kann auch Vignetten für einen kürzeren Zeitraum kaufen, 25 Leva (13 €) für einen Monat oder 10 Leva (5 €) für eine Woche. Sie sind an Tankstellen, Grenzübergängen, Postämtern und bei der DZI Bank erhältlich. Wenn man ohne Vignette erwischt wird, beträgt die Strafe zwischen 100 und 200 Leva.

Feiertage
1.- und 2. Januar:  Neujahrstage
3.März:  Nationalfeiertag/Befreiungstag
April/Mai  orthodoxes Ostern
1.Mai   Tag der Arbeit
24.Mai   Tag der bulgarischen Schrift und Kultur
6.September  Feier der Vereinigung Bulgariens 1885
22.September  Unabhängigkeitstag 1908
1.November  Tag der Nationalen Wiedergeburt
24.,25.,26.Dezember Weihnachten
31.Dezember  Silvester
Je nachdem auf welchen Wochentag der Feiertag fällt, kann die Regierung einen Arbeitstag als zusätzlichen Feiertag festlegen, der am folgenden oder vorherigen Samstag nachgearbeitet werden muss.

Flughäfen
Der internationale Flughafen von Sofia ist ganzjährig in Betrieb. Er verfügt seit Dezember 2006 über einen neuen Terminal (Terminal 2), der von den meisten Fluggesellschaften genutzt wird und einer neuen Start- und Landebahn.
Die Modernisierung des Flughafens beinhaltet auch, dass die Passagierterminals komplett rauchfrei sind, es gibt jedoch eine Lounge, in der Rauchen erlaubt ist, sowie vor dem Flughafengebäude. Verschiedene Cafés und Einkaufsmöglichkeiten stehen in dem neuen, hellen Terminal zur Verfügung.
Bei gleichzeitiger Ankunft mehrerer Flüge kommt es jedoch immer noch zu Wartezeiten an der Passkontrolle. Familien mit kleinen Kindern wird dabei aber oft der Vortritt gelassen.
Die Wartezeit bei der Gepäckausgabe kann auch dazu genutzt werden um die Duty Free Shops in der Ankunftshalle zu besuchen, wo man Waren zu wettbewerbsfähigen Preisen (auch in Euro oder Dollar bezahlbar) erwerben kann. Beim Verlassen der Gepäckausgabe wird man eventuell per Zufallsprinzip ausgewählt und das Gepäck nochmals durchleuchtet oder untersucht.
Die Banken am Flughafen haben einen relativ schlechten Wechselkurs, es empfiehlt sich nur eine kleine Menge dort zu wechseln oder mit einer Kredit- oder EC-Karte Geld aus dem Bankautomaten zu ziehen.
Wenn möglich, sollte man sich am Flughafen abholen lassen. Ansonsten empfiehlt es sich die Taxis von OK Supertrans zu nehmen, die einen Informationsschalter in der Ankunftshalle haben. Der Fahrpreis ins Zentrum sollte um die 10 Leva betragen. Einige Hotels bieten ihren Gästen auch einen Shuttle-Service an.
Diejenigen, die noch günstiger reisen möchten oder müssen, und wenig Gepäck haben, können mit dem Bus Nr. 84 vom Terminal 1 oder mit der Nr. 284 vom Terminal 2 ins Zentrum fahren. Dabei sollte man nicht vergessen, zuvor ein Ticket zu kaufen (0,70 Leva), auch jeweils eines für große Gepäckstücke. Auch beim Busfahrer sind Tickets für 0,80 Leva erhältlich.
Die Flughäfen von Varna und Burgas werden auch modernisiert. Die beiden Flughäfen dienen vor allem dem Inlandsflugverkehr, während der Sommermonate werden sie jedoch auch von zahlreichen internationalen Charterflügen angeflogen. Linienflüge gibt es inzwischen auch von Bulgaria Air und Austrian Airlines um der steigenden Nachfrage entgegen zu kommen, die vor allem in dem Immobilienboom begründet ist. Der Flughafen von Plovdiv ist vor allem ein Militärflughafen, aber während der Wintersaison dient er als internationaler Charterflughafen für die Skigebiete Pamporovo und Borovets.

Gastfreundschaft
Wie bereits erwähnt, sind die Bulgaren überaus gastfreundlich. Wenn man bei jemandem zu Hause eingeladen wird, gibt es einige Dinge, die vielleicht anders sind, als man es aus seiner eigenen Kultur kennt. Man sollte nicht mit leeren Händen kommen, sondern Blumen, eine Flasche Wein oder eine Kleinigkeit mitbringen. Bei Blumengeschenken ist es wichtig zu wissen, dass man eine ungerade Anzahl von Blumen schenkt, denn eine gerade Anzahl ist nur für Beerdigungen geeignet. Bei den meisten bulgarischen Familien werden die Schuhe am Wohnungseingang ausgezogen. Dies wird nicht unbedingt von den Gästen erwartet, aber bei schlechtem Wetter, ist es praktisch, ein zweites Paar Schuhe dabei zu haben, um eine vielleicht etwas peinliche Situation zu umgehen. Das Wichtigste ist, daran zu denken, dass die Bulgaren ihren Kopf schütteln, wenn sie „Ja“ sagen wollen, und sie nicken, wenn „Nein“ gemeint ist. Im Zweifelsfall sollte man immer das jeweilige Wort nennen.

Geld
Die bulgarische Währung heißt Lev (Plural Leva). 1 Lev entspricht 100 Stotinki. Es gibt die folgenden Münzen: 1,2,5,10,20, 50 Stotinki und 1 Lev. Banknoten gibt es zu 2,5,10,20 und 50 Leva. Die bulgarische Währung war an die DM gekoppelt und damit ab Januar 2002 an den Euro. Es besteht also der feste Umrechnungskurs von 1 Euro = 1,96 Leva
Die Banknoten, die am häufigsten in Bulgarien gefälscht werden sind der 20 Leva-, der 50 Euro- und der 100 US$-Dollarschein.
Geldwechsel
In den meisten Banken kann problemlos Geld gewechselt werden, auch die Wechselstuben sind generell in Ordnung, aber man sollte sicher gehen, dass keine Kommission einbehalten wird. Am Flughafen und in Hotels gibt es meistens einen schlechteren Wechselkurs.

Grenzübergänge
Hier eine Auflistung der wichtigsten Grenzorte, wenn man nach oder von Bulgarien aus, auf dem Landweg reist:
Kulata: Griechenland   177km nach Sofia E79
Kalotina: Serbien  57km nach Sofia E80
Gyueshevo: Mazedonien 106km nach Sofia E871
Kapitan Andreevo: Türkei 319km nach Sofia E80
Vidin (203km) Ruse (330km), oder Silistra (461km): Rumänien

Immobilienkauf in Bulgarien
In den letzten Jahren ist die Zahl der Ausländer (vor allem Briten und Iren) gestiegen, die in Bulgarien ein Feriendomizil oder auch eine Immobilie als Wertanlage suchen. Die Preise sind auch jetzt noch zum Teil erstaunlich günstig. Dennoch sollte man sich nicht über den Tisch ziehen lassen und in jedem Fall unabhängigen Rechtsbeistand zur Unterstützung nehmen. Man sollte sich außerdem Zeit lassen und die unterschiedlichen Angebote gründlich besichtigen, da oft auch eine Überwertung der Immobilie vorliegt. Infos unter http://www.bulgarianproperties.com/deutsch.html

Kommunikation
Post
Postämter findet man fast überall in Bulgarien, nur die Öffnungszeiten können etwas unvorhersehbar sein, meist sind sie während der Mittagszeit geschlossen. In kleineren Postämtern kann man telefonieren, Briefmarken kaufen oder Post verschicken. Für internationale Pakete muss man allerdings zum Hauptpostamt.
Die Hauptpost in Sofia befindet sich in der General Gurko Str. 6, das Zollpostamt in der Veslets Str. 84, in der Nähe des Hauptbahnhofs. Auch Pakete aus dem Ausland müssen oft dort abgeholt werden.
Telefon
In Bulgarien kann man internationale Ferngespräche problemlos von Telefonzellen (mit Münzen oder Telefonkarte), im Telefon-Center (z.B. BTC, Bulgarische Telefongesellschaft) oder vom Postamt aus machen. Im BTC-Center gibt es meist auch Fax und Internet.
Handys
Bulgarien hat zurzeit drei Mobilfunkanbieter: M-tel, Vivatel und Globul, die praktisch das ganze Land abdecken. Probleme kann es manchmal in den Gebirgen geben. Alle drei bieten Prepaid-Karten an.
Internet
In den meisten Städten und touristischen Orten gibt es Internet-Cafés. Auch die Hotels und die Herbergen für Rucksacktouristen bieten Internet an. In Sofia findet man auch im Hauptpostamt und neben dem NDK-Ticket-Schalter (für Konzerte, Theater usw.) eine Internetmöglichkeit. Moderne Cafés und Restaurants verfügen über Wireless Internet Connection.

Medien
Die meisten Medien in Bulgarien sind natürlich in bulgarischer Sprache und haben Themen, die hauptsächlich für Bulgarien relevant sind, als Schwerpunkt. Als Ausländer, der die Sprache nicht beherrscht, finden sich aber inzwischen immer häufiger auch fremdsprachige Medien.
„The Sofia Echo“ ist die englischsprachige Wochenzeitung, die freitags zum Preis von 2,40 Leva an vielen Kiosken im Stadtzentrum, Tankstellen oder in Hotels erhältlich ist. Inhaltlich setzt die Zeitung sich aus Analaysen zu Nachrichten und wirtschaftlichen Entwicklungen zusammen, sowie Reportagen und ein großer Teil widmet sich dem Unterhaltungs- und Freizeitsektor. Im Internet ist sie unter www.sofiaecho.com zu finden.
Das „Bulgarische Wirtschaftsblatt“ ist eine deutschsprachige Monatszeitung (gegründet 1992), die sich in erster Linie auf Politik, Wirtschaft und Unternehmensnachrichten spezialisiert hat. Sie enthält auch ein Extrateil zu Südosteuropa. Im Internet: www.wirtschaftsblatt-bg.com, sonst hauptsächlich in Hotels zu finden oder im Abonnement erhältlich.
Weitere fremdsprachige Zeitungen und Zeitschriften findet man z.B. im Sheraton oder in den Shopping Malls in Sofia.

Online Medien
Sofia Echo Daily News bietet eine tägliche Nachrichtenzusammenfassung, die auf der Homepage abonniert werden kann.
Novinite (www.novinite.com) hat ebenfalls einen täglich erscheinenden Newsletter zu Nachrichten über Bulgarien und die Welt im Angebot.
TV
Bulgarian National Television (BNT)und Btv sind die beiden großen staatlichen Fernsehsender. Das dritte Programm Nova Televisiya sendet auch landesweit. Es gibt zahlreiche Kabelfernsehanbieter wie Evrokom und MSat. Filme sind normalerweise synchronisiert und der Originalton läuft im Hintergrund mit. Auf anderen Programmen kann man jedoch auch Spielfilme im Original mit Untertiteln sehen. Kabelfernsehen bietet u.a. den deutschen Privatsender RTL an, manchmal auch „Das Erste“, sowie CNN, BBC World, Rai Uno, TV5, Euronews und Eurosport. Englischsprachige Programme wie Hallmark und HBO, Discovery, Animal Planet, MTV und Zeichentrickfilme sind auch meist über Kabel zu empfangen.
Radio
Der Radioempfang ist meist außerhalb von Sofia nicht allzu gut und in den Bergregionen fast nicht vorhanden. Es gibt zwei staatliche bulgarische Radioprogramme: Horizont auf 103,0 MHz und Hristo Botev auf 92,8 MHz, die nur auf Bulgarisch senden (die Frequenzen können landesweit variieren). Es gibt eine große Anzahl von Privatsendern, die alle Musiksparten abdecken. Die beliebtesten sind
Classic FM 89,1 MHz FM
Jazz FM 104 MHz FM
Retro Radio 98,3 MHz FM (Oldies)
Radio FM+ 94,9 MHz FM (aktuelle Hits)
Internationale Radiosender
BBC World Service 91,0 MHz FM
Deutsche Welle 95,7 MHz FM
Radio France Internationale 103,6 MHz FM

Medizinischer Notfälle
Für Notfälle gibt es verschiedene Möglichkeiten, je nachdem welche Krankenversicherung man hat und wie schwer der Notfall ist. Bei kleineren Problemen kann man sicher in eine der vielen Privatkliniken gehen. Das wichtigste Notfallkrankenhaus in Sofia ist das Pirogov Hospital auf dem General Totleben Boulevard 21, dorthin werden schwere Unfallopfer direkt eingeliefert. Die bulgarischen Ärzte sind hochqualifiziert und kompetent. Allerdings sind die Voraussetzungen alles andere als optimal, wie veraltete medizinische Einrichtungen, geringe Finanzmittel, katastrophale Gehälter und ein etwas überholte Herangehensweise an den Patienten. Ausländer sind meist über die Behandlungsweise total schockiert und ein Krankenhausaufenthalt in Bulgarien kan in jedem Fall eine ziemlich traumatische Erfahrung werden. Einige Krankenhäuser verfügen über modernisierte Zimmer für Ausländer oder Privatpatienten. Falls ein Krankenhausaufenthalt notwendig ist, informiert man möglichst die Botschaft, um Unterstützung und Ratschläge zu bekommen.

Öffentliche Verkehrsmittel
Das Verkehrsnetz der Straßenbahnen, Trolleybusse und Stadtbusse deckt das ganze Stadtgebiet von Sofia und die Vororte ab. Oft sind diese Fahrzeuge jedoch alt, überfüllt und nicht sehr sauber. Die Tickets können an Kiosken gekauft werden oder zu einem etwas höheren Preis beim Fahrer. Ein Einzelticket kostet 0,70 bis 0,80 Leva. Außerdem gibt es einen Block mit 10 Fahrkarten, Tages- Wochen- und Monatstickets. Zum Umsteigen muss ein neues Ticket gelöst werden. Die altertümlichen Fahrkartenlocher werden von Hand bedient.
Sofia hat auch eine 8km lange U-Bahn-Strecke, die vom Zentrum Richtung Nordwesten in den Stadtteil Lyulin führt, sie ist jedoch für Besucher nicht weiter interessant. Eine Verlängerung der U-Bahn Richtung Südosten ist im Bau, allerdings wird die Fertigstellung noch eine Weile dauern (Ende 2008?).

Taxis
Taxis sind im Allgemeinen meist sehr preisgünstig und die bessere Wahl, doch die Preise können sich enorm unterscheiden. Alle Taxifahrer müssen die Tarife deutlich sichtbar im Fenster und am Beifahrersitz anzeigen. In der ersten Zeile steht der Kilometerpreis für tagsüber und ab 22 Uhr, in der 2.Zeile die Gebühr für telefonische Bestellung, in der 3. die Grundgebühr und in der letzten Zeile der Minutenpreis für Wartezeit. Bei Taxifahren gibt es immer wieder schwarze Schafe, die ahnungslosen Fahrgästen überhöhte Preise abverlangen oder auch den Taxameter manipuliert haben. Ab dem 1.10.2007 werden die meisten Taxigesellschaften ihre Fahrpreise um 25% erhöhen.
Ehemals die größten Abzocker der Stadt, haben sich die Taxiunternehmen erheblich gebessert. Es gibt verschiedene seriöse Firmen mit fast identischen Tarifen und modernen Autos (OK Supertrans, Yellow 333, 91268, Sofiataxi). Der Ausweis des Fahrers, sowie die Autonummer, sollten deutlich auf dem Armaturenbrett zu sehen sein, bei Problemen kann die genannte Nummer angerufen werden. Taxis können telefonisch bestellt, an Taxiständen oder auf der Straße angehalten werden, wenn sie eine grüne Lampe haben. Wie bereits erwähnt sollte immer die Tarifanzeige im Inneren gecheckt werden, manche haben übertrieben hohe Tarife (meist stehen sie vor den Hotels, am Bahnhof oder vor den Botschaften). Ein weiterer Trick, der nicht wirklich vermeidbar ist, ist das „Aufpumpen“ der Rechnung (in der Tat haben sie ein Pedal um den Taxameter zu beschleunigen). Erkennbar ist dies meist nur, wenn man die gleiche Strecke öfters fährt und der Preis stark voneinander abweicht. Vermeiden Sie eine größere Auseinandersetzung mit dem Taxifahrer, auch wenn Sie wissen, dass er Sie betrügt, oder verlassen Sie zumindest erst das Taxi mitsamt ihrer Gepäckstücke, bevor die Sache unangenehm wird.

Parken
Vor allem in größeren Städten, speziell in Sofia, ist das Parken mit dem eigenen Auto eine echte Herausforderung. Einen freien Parkplatz während der Arbeitswoche zu finden, ist reine Glückssache. Auch die kleineren Straßen im Zentrum sind oft durch schlecht geparkte Autos verstopft, ebenso sind die Gehwege zugeparkt. Aufgrund neuer Gesetze können nun jedoch Fahrzeuge, die nicht genügend Platz für Fußgänger (1,5m Abstand zum Gebäude) lassen, zur Kasse gebeten oder sogar abgeschleppt werden. Im Stadtzentrum gibt es viele bewachte Parkplätze (privat oder städtisch), die zwischen ein und zwei Leva pro Stunde verlangen, z.B. vor dem Sheraton Hotel, dem TZUM, neben der Markthalle (Halite) oder hinter dem NDK (Nationaler Kulturpalast). Ein großer Teil des Stadtzentrums gehört nun zur „blauen Parkzone“, wofür man Parkcoupons kaufen und sichtbar hinter der Windschutzscheibe legen soll. Die Coupons (ein Leva pro Stunde) können von Parkplatzwächtern, z.B. am Battenberg Platz, Narodno Sabranie Platz, Moskovska-/Rakovskistraße und am Alexander Nevski Platz oder auch in kleinen Geschäften gekauft werden. Die Coupons (talon za parking) müssen mit Datum und Uhrzeit ausgefüllt werden, vielleicht ist dazu die Hilfe eines Passanten notwendig, da das Formular nur auf Bulgarisch geschrieben ist. Neuerdings kann man auch mit seinem Handy, wenn man über einen Vertrag verfügt, eine SMS mit der Registrierungsnummer an die 1302 senden, dann wird die Telefonrechnung mit der Parkgebühr für eine Stunde belastet. Falls man jedoch ohne Parkcoupon in der „blauen Zone“ geparkt hat, kann es sein, dass das Fahrzeug mit einer Klemme versehen wird. Dann befindet sich unter den Scheibenwischern ein bulgarischer Strafzettel mit einer Telefonnummer, die angerufen werden muss. Dort sollte die Aktennummer, der Straßenname und die Automarke genannt werden, so dass jemand vom Abschleppdienst vorbei kommt, um das Auto wieder zu „befreien“, Kostenpunkt zehn Leva. Es kann aber auch passieren, dass das Fahrzeug abgeschleppt wird (Kosten: ab 40 Leva) und sich auf einem Gelände in der Nähe des Südparks oder des Oborishte-Parks befindet, wo es wieder ausgelöst werden kann. Dafür gibt es folgende Informationstelefonnummer: 9836747.

Prostitution
Was auf den ersten Blick vielleicht aussieht, wie eine verzweifelte junge Frau am Straßenrand, die um Hilfe bittet, ist meist eine Prostituierte. Prostitution per se ist in Bulgarien nicht ungesetzlich, aber Zuhälterei schon, dennoch drücken die Behörden dabei meist ein Auge zu. Desweiteren führt auch die wirtschaftliche Situation und die niedrigen Gehälter dazu, dass Prostituierte so offenkundig ihren Beruf in Hotellobbys, Ferienpromenaden oder auf Hauptverkehrsstraßen anbieten.

Rauchen
Bulgarien ist ein Land mit sehr vielen und starken Rauchern. Die vor Ort produzierten Zigaretten sind viel billiger als in den westlichen Ländern (1,60 Leva), ausländische Zigaretten kosten circa das Doppelte. Die Zigarettenpreise sind vom Staat festgelegt und sind auf der Steuermarke der Packung aufgedruckt. Einzelhändler dürfen keinen höheren Preis verlangen. Bis vor kurzem wurde keinerlei Rücksicht auf Nichtraucher genommen. Aber seit Januar 2005 sind neue Gesetze bezüglich des Rauchens in der Öffentlichkeit in Kraft getreten. In öffentlichen Verkehrsmitteln, Kinos, Theater, Konzerthallen, Schulen, Aufzügen usw. ist Rauchen komplett untersagt (was aber z.B. die Busfahrer nicht davon abhält), und Restaurants, Cafés und Bars müssen die Hälfte ihrer Sitzplätze für Nichtraucher bereitstellen. Die Umsetzung ist allerdings eher unausgewogen. Gastronomiebetriebe, die vornehmlich von Ausländern besucht werden, sind eher auf Nichtraucher eingestellt.

Recycling
Was früher eine Notwendigkeit war, wird jetzt aus Umweltschutzgründen wieder schrittweise eingeführt. Von der Stadtverwaltung wurde ein Projekt der Mülltrennung - Container für Glas, Plastik und Papier - gestartet. Allerdings scheint die Mentalität oftmals sogar zu verhindern, dass Müll überhaupt in die vorgesehenen Behälter geworfen wird, geschweige den getrennt wird. In den Parks im Stadtgebiet, aber vor allem auch an Rast- und Picknickplätzen außerhalb Sofias findet man oft Berge von Müll, die scheinbar niemanden stören.
Viele Stadtteile haben Sammelstellen (vtorichni surovini), wo Papier zum Kilopreis abgekauft wird und auch die Roma sammeln Altmetall, Kleidung und andere nützliche Gegenstände, die noch recycelt werden können.

Reisen mit Behinderung
Reisende mit Behinderungen haben es in Bulgarien oft schwer, denn es gibt nur wenige behindertengerechte Einrichtungen. Unebene und kaputte Fußwege, die zudem meist zugeparkt sind, erschweren oder machen das Fortbewegen mit Rollstühlen praktisch unmöglich. Seit dem „Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen“ (2003) sind einige Verbesserungen gemacht worden, wie die Zugänglichkeit des neuen Flughafens oder in einigen Hotels und Restaurants. Entsprechend der EU-Richtlinien plant die bulgarische Regierung die Verbesserung des Rollstuhlzugangs in bestehenden Gebäuden und schreibt ihn zwingend bei Neubauten vor. In Deutschland unterstützt der Reise-Service des Bundesverbands Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK) (www.bsk-ev.de) die Reisenden bei ihrer Urlaubsplanung.

Reisen in Bulgarien
Unterwegs per Bus
Es gibt regelmäßige Verbindungen mit modernen Bussen zwischen allen größeren Städten und auch zu den Urlaubsorten. Zahlreiche private Busgesellschaften, wie Etap-Grup (www.etapgroup.com) und Biomet operieren landesweit. Die Preise sind wirklich sehr angemessen. Der moderne nagelneue Busbahnhof in Sofia (2004 eröffnet) befindet sich neben dem Hauptbahnhof. Im Internet unter: www.centralnaavtogara.bg

Zugverkehr
Das größte Problem beim Zugfahren in Bulgarien ist, dass es wirklich sehr lange dauert. Die Fahrt von Sofia nach Varna dauert damit ebenso lange wie mit dem eigenen Auto oder länger (circa 8 Stunden). Die Fahrt nach Bukarest beträgt sogar mehr als 10 Stunden, obwohl es nur 400 km entfernt ist. Kürzere Strecken, wie von Sofia nach Plovdiv lassen sich aber im Zug ebenso schnell wie im Bus überbrücken.
Flugverbindungen
Inländische Flüge von Sofia nach Varna und Burgas werden von Bulgaria Air (http://www.air.bg/) mehrmals täglich angeboten.

Rucksackreisende
Bulgarien ist bis jetzt noch kein typisches Reiseziel für Rucksackreisende, aber es ist in jedem Fall möglich durchs Land zu reisen, auch wenn man wenig Geld zur Verfügung hat. Es gibt private Busunternehmen, die alle größeren Städte in Bulgarien anfahren oder auch gute, wenn auch langsame Zugverbindungen (siehe auch „Reisen in Bulgarien“) In Städten wie Bansko oder entlang der Schwarzmeerküste, kann man bei bulgarischen Familien günstig ein Zimmer mieten. Selbst in Sofia gibt es inzwischen einige Hostels, wo man für circa 10 Euro eine Übernachtung bekommt.
Obwohl Trampen in Bulgarien nicht verboten ist und viele junge Bulgaren per Anhalter unterwegs sind, ist es aufgrund der offensichtlichen Gefahren, nicht empfehlenswert. Selbst Touristen, die mit dem Rucksack unterwegs sind, sehen dennoch für viele Einheimische reich aus. In Grenznähe sollte man niemals trampen.

Schwulen - & Lesbenszene
Trotz einiger bekannter schwuler TV– oder Musikstars, sind die Bulgaren nicht gerade sehr offen gegenüber diesem Thema. Bulgarien ist ein sehr konservatives Land und gleichgeschlechtliche Paare zeigen ihre Zuneigung nicht allzu sehr in der Öffentlichkeit. In Sofia und einigen anderen Großstädten gibt es Schwulenclubs und –Diskos. Viele Informationen finden sich dazu auf der Internetseite: http://www.bulgayria.com/ und auch auf www.bgogemini.org , die Seite der wichtigsten Schwulenorganisation, Tel: 9876872.

Sicherheit und Vorsichtsmaßnahmen
Im Allgemeinen ist Bulgarien ein sicheres Land. Die häufigsten Verbrechen sind Diebstahl, Überfälle und Autodiebstahl. Sexualverbrechen oder rassistische Übergriffe sind selten. Ein großer Teil der Verbrechen spielt sich in der Mafiaszene ab.
Wie bei jeder Reise in andere Länder sollte man vorsichtig sein und auf seine persönlichen Gegenstände aufpassen. Vorsicht ist geboten, wenn man nachts oder in einsamen, schlecht beleuchteten Gegenden oder Parks unterwegs ist. Taschendiebe operieren gerne auf belebten Plätzen, beliebten touristischen Orten und in vollen Bussen. Auch teure Boutiquen oder Restaurants können Tatorte sein. Auch bei einer Gruppe gut gekleideter Frauen, die einen plötzlich umringen, kann es sich um eine Diebesbande handeln, die die Situation durch Ablenkung ausnützen. Bewährt haben sich Geldtaschen, die unter der Kleidung getragen werden, Wertsachen sollte man möglichst im Hotelsafe lassen. Hauptziel der Kleinkriminellen sind geparkte Autos mit ausländischen Nummernschildern oder Mietwagen. Wie überall auf der Welt gilt: Nichts im Innenraum des Autos lassen, sondern alles im Kofferraum einschließen oder – noch besser – mitnehmen. Auch Fälle von Straßenräuberei wurden in den letzten Jahren gemeldet. Getarnt als Polizisten oder ein vorgetäuschter Unfall führen zum Anhalten auf offener Straße, wobei es dann zu kriminellen Handlungen kommen kann. Am besten man vermeidet das Fahren in der Nacht, bleibt möglichst auf Hauptstraßen und fährt – wenn möglich – in Gruppen. Außerdem gibt es immer wieder Betrügereien bei Restaurantrechnungen oder auch überhöhte Fahrpreise bei Taxis, insbesondere an Flughäfen oder in den Badeorten.
Aber auch das Überqueren einer Straße kann zu einer echten Herausforderung werden. Von Fußgängern wird erwartet, dass sie nur an den gekennzeichneten Kreuzungen die Straße überqueren, aber dies bedeutet nicht, dass die Autofahrer darauf Rücksicht nehmen. Mehr Sicherheit bietet das Überqueren einer Straße in einer größeren Gruppe, Zebrastreifen jedoch werden von den meisten Autofahrern ebenfalls ignoriert.

Straßenhunde
Es gibt eine große Anzahl von Straßenhunden in Bulgarien, die wegen Krankheiten, Schmutz und Lärm von vielen als Problem angesehen werden. Dennoch hat die Regierung seit Jahren dafür noch keine langfristige Lösung gefunden. Tierschutzorganisationen kümmern sich um die Sterilisation der Hunde oder bringen sie in Tierheimen unter. Viele Einwohner Sofias füttern aber auch die Straßenhunde und –katzen, wollen jedoch keine Verantwortung für sie übernehmen. Unerwünschte Tiere werden weiterhin einfach auf der Straße ausgesetzt. Es gibt Fälle von Tollwut, aber eher in ländlichen Gegenden, in jedem Fall sollte man sich bei einem Hundebiss sofort in ärztliche Behandlung begeben.

Toiletten
Es gibt wenige öffentliche Toiletten in Sofia und sie sind nicht sonderlich zu empfehlen. Seit einiger Zeit findet man DIXI-Toiletten in vielen Parks oder bei Veranstaltungen im Zentrum. Oft sind die öffentlichen Toiletten auch Stehtoiletten, man muss beim Personal 20-50 Stotinki bezahlen, um Toilettenpapier zu erhalten. Auch in Restaurants wird zum Teil ein kleiner Betrag verlangt. Saubere Toiletten finden sich in den großen Einkaufszentren, in der Markthalle oder auch in Hotels. Natürlich bieten sich auch die vielen Cafés und Restaurants für einen Stopp an.

Trinkgeld
Im Allgemeinen erwartet die Bedienung in Restaurants, Cafés und Bars ein Trinkgeld, meist zwischen 5-10% je nach Rechnungsbetrag. Auch die Taxifahrer erhoffen sich ein Aufrunden des Endpreises. Das Tankstellenpersonal, das nach dem Betanken auch meist die Scheiben putzt, erwartet ebenso ein kleines Trinkgeld. In Hotels gibt man dem Personal am Ende des Aufenthalts etwas, oft steht dafür eine Trinkgeldbox an der Rezeption bereit. Auch wenn Trinkgeld eigentlich immer erwartet wird, soll es doch ein Zeichen für Zufriedenheit sein, wenn dies nicht der Fall sein sollte, ist man in keinster Weise verpflichtet etwas zu geben. Einige Restaurants addieren übrigens automatisch 10% Trinkgeld dazu, auch deshalb sollte die Rechnung zuerst überprüft werden.

Trinkwasser
Das Leitungswasser ist ohne Probleme trinkbar, aber oft nicht besonders gut im Geschmack oder Aussehen. Es gibt jedoch eine Vielzahl verschiedener gutschmeckender Mineralwasser in 0,5 l oder 1,5 l Flaschen zu kaufen. Beliebt sind die Marken Gorna Banya, Devin oder Bankia.

Unterkunft
Am Besten sollte man schon im Voraus eine Unterkunft gebucht haben, da dies oft günstiger ist, als erst vor Ort. Vor allem an beliebten touristischen Orten wurden große Fortschritte gemacht, was die Verfügbarkeit moderner, sauberer und gut geführter Hotels betrifft. In den Hauptferienorten haben alle Hotels, die von Reiseagenturen angeboten werden eine komplette Renovierung erfahren. In einigen der mehr ländlichen schönen Urlaubsregionen werden private Unterkünfte mit Familienanschluss angeboten, diese sind oft einfacher und beinhalten nicht immer ein eigenes Badezimmer. Die „Bulgarische Vereinigung für alternativen Tourismus“ hat einen „Bed & Breakfasts“ Reiseführer veröffentlicht, der an touristischen Orten und Tankstellen verkauft wird. (erscheint jährlich) www.alternative-tourism.org. Obwohl die Eintragungen darin kommerzieller Natur sind, ist dies eine wertvolle Informationsquelle für unabhängige, individuelle Reisende.
Sofia selbst hat eine exzellente Auswahl an Unterkünften anzubieten, von den bekannten Fünf-Sterne-Hotels wie Hilton, Kempinski, Sheraton, und Radisson SAS bis hin zu kleineren privaten Hotels und Apartment-Hotels inklusive sämtlicher Serviceleistungen, sowie Herbergen für Rucksacktouristen.
Bis vor einiger Zeit hatten viele Hotels noch ein Zwei-Klassen-Preissystem, wobei von Ausländern ein Vielfaches verlangt wurde. Dies ist inzwischen zwar per Gesetz nicht mehr zulässig, aber wird dennoch möglicherweise in einigen Orten angewendet. Der Übernachtungspreis sollte jedoch für alle gleich sein.
 
Zoll
Erwachsene dürfen die folgenden Waren von außerhalb der EU zollfrei einführen: 200 Zigaretten oder 250 g Tabak, 2 l Wein oder 1 l andere Spirituosen, sowie 500 g Kaffee und 50 ml Parfüm. Wer bei Ein- oder Ausreise mehr als 5000 Leva mit sich führt, muss sie deklarieren.

 
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