Adlerbrücke
Orlov Most
Boulevard Evlogi Georgiev / Boulevard Tsar Osvoboditel
Die Brücke über den Fluß Perlovska wurde 1891 nach einem Entwurf von Kolar & Prosek ausgeführt. Die steinerne Brücke wird von vier auf Säulen gesetzten Bronze-Adler flankiert und markiert den Eingang zur Stadt, ihre Errichtung bezeichnete den Beginn einer neuen Epoche. Die Brücke wurde an der Stelle errichtet, an der die Sofioter 1878 die heimkehrenden Revolutionäre begrüßten, die Adler symbolisieren die Freiheit.
Alexander Nevski-Kathedrale
Hram Pametnik Alexander-Nevski
Alexander Nevski-Platz
Benannt ist die Kirche nach dem Heiligen Alexander, dem russischen Zaren, der Russland im Jahr 1240 vor den einfallenden Schweden bewahrt hat und Namenspatron des Zaren Alexander II war. Dieser wird auch Befreierzar genannt, da seine Truppen im russisch-türkischen Krieg 1878 Bulgariens Befreiung von Osmanischer Fremdherrschaft erkämpften. Der Grundstein von Sofias größter Kirche wurde 1882 gelegt, doch der Bau in dem für russische Kirchen des 19. Jahrhunderts typischen neo-byzantinischen Stil erfolgte von 1904 bis 1912. Die 76 Meter lange und 53 Meter breite Kathedrale bedeckt eine Grundfläche von 2600 Quadratmetern und soll 7000 Gläubige fassen. Der 52 Meter hohe Glockenturm beherbergt 12 Glocken. Das Innere der Kirche mit ihren fünf Seitenschiffen und drei Altären wurde von einigen der besten Künstler Russlands und Bulgariens gestaltet. Marmor aus Siena und Carrera im Eingangsbereich, buntes Kirchenglas und venezianische Mosaiken und die dramatischen Wandmalereien wie „Der Tag des Herrn“ in der Hauptkuppel und „Der Tag des jüngsten Gerichts“ über dem Ausgang sowie die Säulen aus Onyx und Alabaster bereichern das Kircheninnere, ohne es protzig zu machen. Die Außenkuppeln wurden mit Blattgold verziert, das Rußland 1960 schenkte und in den letzten Jahren erneuert wurde. A. N. Pomerantev, der russische Architekt der Kirche, zeichnete auch verantwortlich für das berühmte Kaufhaus GUM in Moskau.
Banja Baschi-Moschee
Dschamiata
Boulevard Maria Louisa
Dieses Backsteingebäude wurde 1576 als Teil eines größeren Komplexes rund um die Mineralbäder errichtet. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 15 Metern und macht das Gebäude zu dem einzigen verbliebenen Exemplar mit einem Kuppeldach über einer quadratischen Grundfläche. Sein Architekt, Mimar Sinan, war Chefarchitekt des Sultans, zu seinem Werk zählen die Selim Moschee in Edirne und die Blaue Moschee in Istanbul. Die Moschee ist die einzige funktionierende in Sofia, täglich ruft der Muezzin die Gläubigen über am Minarett angebrachte Lautsprecher zum Gebet. Besucher sind außerhalb der Gottesdienste willkommen.
Boyana Kirche
Bojanska Zirkwa
Boyana
Dieser zu Bulgariens bedeutendsten historischen Schätzen zählende Kirchenbau gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Er befindet sich in einem alten Pinienwäldchen in dem exklusiven Vorort Boyana am Fuße des Vitoscha-Gebirges. Sein Bau wurde im 11. Jahrhundert begonnen und in 13. und im 19. Jahrhundert erweitert. Die in seinem Inneren befindlichen Fresken aus dem Jahr 1259 gelten als bedeutende Beispiele realistischer Kunst dieser Epoche, sie sind ein Jahrhundert älter als die Werke der italienischen Renaissance. 240 realistisch dargestellte Persönlichkeiten an den Kirchenwänden geben Einblick in das bulgarische Alltagsleben dieser Zeit, darunter finden sich Portraits des Zaren Konstantin Assen, seiner Gattin, der Zarin Irina, sowie des Zaren Kalojan und seiner Frau Dessislava. Die Namen der Künstler sind unbekannt, darum werden sie im Allgemeinen als die Meister von Boyana bezeichnet. Der Zugang zur Kirche unterliegt Beschränkungen und ist nur mit Führer möglich.
Der Gerichtspalast
Sedebnata Palata
Boulevard Vitoscha 2
Das massive neo-klassizistische Gebäude mit zwei großen Bronzelöwen vor dem Hauptportal wurde zwischen 1928 und 1936 errichtet und nimmt den ganzen Straßenblock zwischen der Alabin- und der Positanostraße ein. Sein Architekt hatte bereits 1914 einen Entwurfswettbewerb gewonnen. Zwischen 1981 und 1999 diente das Gebäude als Nationales Historisches Museum, wurde dann aber wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zugeführt.
Halite
Halite
Boulevard Maria Louisa
Die früheren Markthallen für Lebensmittel aus dem Jahr 1909 waren die frühesten ihrer Art im Land. Nach ihrer vollständigen Renovierung in den späten 1990er Jahren liegt der Fokus der im inneren neu geschaffenen Geschäfte wieder auf Nahrungsmittel, so gibt es Verkaufsstände für frischen Fisch, spezielle Diabetikernahrung und vieles andere. Die mit Ornamenten verzierte Fassade, die byzantinische und mittelalterlich-bulgarische Architekturelemente vereint, besteht in abwechselnden Schichten aus Stein und Ziegel und verfügt über große Lochfenster. Der von einem hohen Bogen gekennzeichnete Eingang wird vom Sofioter Wappen gekrönt, darüber ragt ein kleiner Uhrenturm. Wie archäologische Ausgrabungen zeigen, diente der Ort bereits als Versammlungs- und Marktplatz, lange bevor die Markthallen gebaut wurden. So finden sich im Untergeschoß Ruinen eines römischen Bads und Teile der Festungsmauern des antiken Serdika. Nach ihrer Wiedereröffnung im Sommer 2000 haben die Hallen ihre angestammte Stellung als zentraler Marktplatz der Sofioter wiedererlangt. Der Architekt war Nahum Tarbov.
Haus der Partei
Partiinija Dom
Boulevard Dondukov
Bis August 1990 war dies der Sitz des Zentralkomitees der Bulgarischen Kommunistischen Partei. Es wurde nach einem Entwurf des Architekten Zlatev von einer Architektengemeinschaft gebaut, der auch der bulgarische Architekt Tzolov und der sowjetische Architekt Blochin angehörten. Seit seiner Fertigstellung im Jahre 1953 markiert es das östliche Ende des als Largo bekannten Stadtareals, einem wesentlichen städtebaulichen Vorzeigeensemble des sozialistischen Sofia der Nachkriegszeit. Wenn man heute an ihm hinaufblickt, wird man feststellen, dass ihm etwas fehlt: Der rote Stern! Er wurde nach dem Zusammenbruch des Kommunismus entfernt. Heute beherbergt das Gebäude Regierungs- und Parlamentsräume, gelegentlich finden in seiner prächtigen Sofia-Halle auch Wohltätigkeitskonzerte statt.
Heilige Synode
Svetniat Synod
Alexander Nevski-Platz
Dieses schön ornamentierte Gebäude wurde 1908 von Petko Momtschilov und J. Milanov entworfen. Ein aus roten und goldenen Majolikafliesen geschaffener Fries umschließt das Gebäude, das zentrale Mosaikportrait zeigt drei Mitglieder der Heiligen Synode. Leider wurden viele der originalen skulpturalen Elemente im Zweiten Weltkrieg zerstört. Das Gebäude ist Sitz des Bulgarischen Patriarchen und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Löwenbrücke
Levov Most
Boulevard Maria Louisa / Boulevard Slivnitsa
Eine weitere symbolträchtige Brücke Sofias befindet sich nördlich des Stadtzentrums am Weg zum Hauptbahnhof. Sie wurde 1890 von dem Architekten Prosek entworfen und führt von vier überlebensgroßen Bronze-Löwen flankiert über den Fluss Vladajska am oberen Ende des Boulevards Maria Louisa. Die Brücke markiert die nördliche Grenze des Stadtzentrums und wurde oft als Ort für Nationalfeiern verwendet.
Militärclub
Voenen Klub
Boulevard Zar Osvoboditel
Der Militärclub war in seinen Hochzeiten vor dem 9. September 1944 Austragungsort vieler prächtiger Bälle, besucht von Königlichen Hoheiten und der Sofioter Elite. Er wurde 1885 nach einem Entwurf des Architekten Antonin Kolar unter Beteiligung des Architekten Nikola Lasarov errichtet. Die Fassade dieses attraktiven Gebäudes im Renaissance-Stil wurde in den letzten Jahren im Rahmen des UNDP-Projekts Beautiful Bulgaria renoviert. Heute ist der Militärclub wieder ein beliebter Ort für gesellschaftliche Anlässe.
Nationalbibliothek Kyrill & Method
Bibliothekata
Boulevard Vassil Levski 88
Baubeginn für diesen neo-klassizistischen Bau war bereits 1939, doch konnte er wegen des Baustopps im 2. Weltkrieg erst 1953 offiziell eröffnet werden. Die Bücherei hat eine Kapazität von 1,5 Millionen Büchern und einen Lesesaal mit 450 Plätzen. Ihre Architekten waren Ivan Vasiliov und Dimitar Tsolov. Im Garten vor dem Hauptportal steht eine 1975 geschaffene Statue der Heiligen Brüder Kyrill und Method.
Nationaltheater Ivan Vasov
Narodnia Theater
Diakon Ignati-Straße
Das 1907 von den österreichischen Architekten Helmer & Felner geschaffene Nationaltheater ist eines der Gebäude in Sofia mit dem reichsten Ornamentschmuck. Der vierzig Meter hohen Fassade vorgelagert ist ein von sechs Marmorsäulen gestützter Ziergiebel mit einer Darstellung von Apollo und den Musen. Die dahinter aufragenden Zwillingstürme werden gekrönt von Skulpturen der Göttin Nike. Das Innere des Theaters wurde 1923 bei einem Feuer zerstört und sechs Jahre später restauriert, wobei die Kapazität auf über 1000 Besucher erweitert wurde. Die ornamentierte Haupthalle fasst 850 Zuschauer. Den Bühnenvorhang mit seinem mythischen Motiv von Strawinskis Feuervogel webten Frauen aus Panagürischte.
Nationalversammlung
Narodnoto Sabranie
Narodno Sabranie Platz
Die Inschrift an der Fassade über dem Hauptportal „Seedinenieto pravi cilata“ lautet frei übersetzt etwa „In der Einigkeit liegt die Stärke“, was einen frommen Wunsch für jedes Parlament darstellt. Das Gebäude bietet regelmäßig die Kulisse für öffentliche Auseinandersetzungen und wurde 1997 gewaltsam gestürmt, was zum Sturz der sozialistischen Regierung führte. Es wurde in drei Etappen zwischen 1884 und 1928 errichtet, nach einem Entwurf des Architekten Konstantin Ivanovitsch, der in Wien gelebt und gewirkt hat.
Rotunde St. Georg
Rotundata Sveti Georgi
Im Hof hinter dem Hotel Sheraton
Dieser reizende, runde, rote Backsteinbau stammt aus dem 4. Jahrhundert und wurde im 6. Jahrhundert zur Kirche. Das älteste erhaltene Bauwerk Sofias wurde 1998 nach sorgfältiger Restaurierung zum ersten Mal nach siebzig Jahren der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute können noch drei Schichten aus Fresken besichtigt werden, sie illustrieren die Entwicklung der Wandmalerei vom 10. bis zum 14. Jahrhundert. In dem Gebäude finden oft kleine Kunstausstellungen statt.
Römisches Sofia
Lange bevor die Stadt unter dem Namen Sofia zur Hauptstadt Bulgariens wurde, war sie in der Antike als Serdika ein bedeutender Ort. Im ganzen Stadtzentrum wurden Ruinen aus römischer Zeit freigelegt: hinter und unter dem Hotel Sheraton, in der Unterführung zwischen Staatspräsidium und Ministerrat und vor kurzem wurde in der Budapester Straße ein Amphitheater entdeckt.
Russische Kirche
Russkata Zirkva
Boulevard Zar Osvoboditel
Diese kleine pittoreske Kirche mit den goldenen Zwiebeltürmchen wurde zwischen 1912 und 1914 von teilweise den selben Arbeitern gebaut, die auch an der nahegelegenen Alexander Nevski-Kathedrale mitgearbeitet hatten. Sie wurde errichtet, um einem russischen Diplomat den Kirchgang zu ermöglichen, der sich fürchtete eine bulgarische Kirche zu besuchen. Die Kirche ist benannt nach dem Heiligen Nikolai, der als „Wundertäter“ gilt. Bis zum heutigen Tage ist es Brauch, auf kleine Zettel Wünsche zu schreiben und sie in die kleine Holztruhe am weißen Marmor-Sarkophag des Bischofs Serafim (1881 – 1950) in der Krypta zu stecken. Obwohl er niemals offiziell heilig gesprochen wurde, gilt er vielen Bulgaren als Heiliger.
Staatspräsidium
Presidentstvoto
Boulevard Dondukov
Das Staatspräsidium wurde Mitte der 1950er Jahre als Teil des Largo-Komplexes nach einem Entwurf von Tzolov gebaut. Heute hat der Bulgarische Präsident hier gegenüber dem Archäologischen Museum seinen Sitz, die hübsche Ehrengarde ist ein beliebtes Fotomotiv für Touristen.
Sveta Nedelja Kirche
Zirkva Sveta Nedelja
Sveta Nedelja Platz
Die Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Kirche steht an der Stelle mehrerer kleinerer Vorgängerkirchen aus dem Mittelalter. Man sagt, sie markiere die Mitte der Hauptverkehrsachsen des alten Serdika. 1925 wurde sie durch eine mächtige Bombe größtenteils zerstört; Attentäter versuchten vergebens Zar Boris ermorden und töteten dabei 200 Menschen. Die schöne, erhalten gebliebene Ikonostase aus geschnitztem Holz stammt aus dem Jahr 1865, die Wandmalereien wurden erst 1976 geschaffen.
Sveta Paraskeva Kirche
Zirkva Sveta Paraskeva
An der Ecke Rakovski-Straße und Zar Simeon-Straße
Diese gleichermaßen dramatisch wie imposant erscheinende Kirche wurde 1928 von dem bulgarischen Architekten Anton Torniov geschaffen, dessen Interesse an geistlicher Architektur des Mittelalters bekannt war. Die Kirche ist Sitz der Alternativen Synode.
Sveta Petka Samardschiiska Kirche
Sveta Petka Smardschiiska
In der Unterführung zwischen TZUM und dem Hotel Sheraton
Diese hübsche Kirche wurde in osmanischer Zeit im 14. Jahrhundert errichtet, was erklärt, warum ihre Grundfläche unterhalb des Niveaus der Umgebung liegt und ihr Äußeres sehr schlicht gehalten ist. Abgesehen von einem kleinen, inzwischen verdeckten Oberlicht gibt es keine natürliche Beleuchtung. Wenn man die Kirche besucht, sollte man nicht versäumen, die überkommenen Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert zu betrachten, die Sujets aus der Zeit vor der osmanischen Besatzung darstellen. Heutzutage ist Sveta Petka wieder ein Gotteshaus mit regelmäßigen Gottesdiensten. Das am Eingang erhobene kleine Eintrittsgeld wird verwendet, um den öffentlichen Zugang zur Kirche zu gewährleisten. Der Name Samardschiiska geht zurück auf die Gerber, die ihren Markt in der Nähe hatten und die Kirche unterstützten.
Sveti Sedmotschislenitsi Kirche
Zirkva Sveti Sedmotschislenitsi
Graf Ignatiev-Straße
Wenn man die hübsche Kirche inmitten des Parks betrachtet, wird man kaum erkennen, daß es sich dabei um eine frühere Moschee handelt, die aufgrund ihrer Minarette aus schwarzem Marmor als Schwarze Moschee bekannt war. Ihren jetzigen Namen verdankt die Kirche der Tatsache, daß Sofia am Feiertag eines der Sieben Heiligen, Sveti Naum, befreit wurde.
Sveta Sofia Kirche
Zirkva Sveta Sofia
Moskovska-Straße
Sofias älteste östlich-orthodoxe Kirche wurde nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten 1999 der Öffentlichkeit übergeben und spielt heute wieder eine maßgebliche Rolle im geistlichen Leben der Sofioter. Es ist diese Kirche, nach der die Stadt vom 14. Jahrhundert bis heute benannt ist. Die schlichte rote Backsteinkirche stammt aus dem 5. / 6. Jahrhundert und diente dem antiken Serdika als Begräbnisstätte. Unter osmanischer Besatzung wurde sie in eine Moschee umgewandelt, doch nachdem bei einem Erdbeben im Jahr 1818 ein Minarett einstürzte und nach vierzig Jahren ein weiteres umfiel und dabei zwei Söhne des Imams tötete, wurde die Moschee aufgegeben und nach der Befreiung wieder zur Kirche geweiht.
Synagoge
Sinagogata
Exar Josif-Straße
Das zwischen 1905 und 1909 nach einem Entwurf des österreichischen Architekten Grünanger errichtete Gebäude ist eine kleinere Nachbildung der sephardischen Synagoge in Wien, die während des 2. Weltkriegs zerstört wurde. Die Synagoge ist offen für Besucher und Gläubige und beherbergt auch ein Museum zur Geschichte der Juden in Bulgarien.
Universität Sofia „Sv. Kliment Ohridski“
Sofiiski Universitet Sveti Kliment Ohridski
Schipka-Straße
Die Universität wurde 1888 gegründet und trug ursprünglich den Namen der Brüder Evlogi und Hristo Georgiev, die den Bauplatz und die Finanzmittel für den Bau des Universitätsgebäudes gestiftet hatten. Außerhalb des Eingangs standen ihre Statuen. Der 1907 ausgeschriebene internationale Entwurfswettbewerb wurde zunächst von Henri Breansson gewonnen, doch wurde sein Entwurf später von Jordan Milanov überarbeitet. Die Grundsteinlegung erfolgte 1920, doch dauerte es bis 1941, bis die Bauarbeiten voranschritten, zuletzt wurden 1985 von Konstantinov entworfene Gebäudeflügel zugefügt.
Der (ehemalige) Zarenpalast
Dvoreza
Knjas Battenberg-Platz
Das 1873 errichtete Gebäude war ursprünglich der Sitz des Statthalters der Osmanischen Besatzungsmacht und beherbergte Verwaltungsbüros und das Hauptquartier der Polizei. Hier war es, wo Vassil Levski vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt wurde. Nach der Befreiung wurde es Sitz des ersten Monarchen Knjas (Fürst) Alexander Battenberg und zum ersten Sofioter Gebäude, das im zeitgenössischen Wiener Stil modernisiert wurde, wobei ihm die Architekten Rumpelmaier und Grünanger jeweils einen Flügel zufügten. Heute beherbergt es die Nationalgalerie und das Ethnographische Museum. Nachdem zuletzt die Außenfassade zu altem Glanz renoviert wurde, bedürften nun die zweifellos prächtigen königlichen Gemächer baulicher Fürsorge.
Zentralbad
Zentralna Banja
Triaditsa-Straße
Das wunderschöne Gebäude des früheren städtischen Mineralbads entgeht erst seit kurzem dem zuvor fortschreitenden Verfall und wird sorgfältig zu seiner früheren Pracht restauriert. Das 1908 in neo-byzantinischem Stil errichtete Bad beherbergte ein großes Schwimmbecken und zwei Flügel mit jeweils kleineren Mineralbädern für Männer und Frauen. Es soll künftig das Stadtmuseum und ein Badezentrum enthalten. Der Architekt Petko Momtschilov war einer der anerkanntesten Architekten seiner Zeit.



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