Die meisten Museen und Galerien in Sofia sind von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet, doch gibt es abhängig von der Saison Abweichungen. Die meisten sind montags geschlossen. Im internationalen Vergleich sind die Eintrittspreise sehr günstig, und viele Museen beschriften ihre Hinweistafeln inzwischen auch in Englisch.
Archäologisches Museum
Saborna-Straße 2, Tel. 988 2406
Bulgariens ältestes Museum, das Museum des Archäologischen Instituts, befindet sich seit 1899 an seinem jetzigen Standort in der „Bujuk“ (Großen) Moschee. Die Moschee stammt vom Ende des 15. Jahrhunderts. Sie wurde vor wenigen Jahren gründlich restauriert und 2000 wiedereröffnet. Das Museum ist zweifellos eines der reizendsten und interessantesten Museen in Sofia. Die Kulisse in dem weißen, luftigen Gebäude der früheren Moschee mit ihren neun Kuppeln ist ideal, um die antiken Schätze des Landes zu auszustellen. Die Sammlung enthält Schätze, Münzen und Monumente, die seit vorgeschichtlicher Zeit, der Antike und dem Mittelalter in bulgarischem Boden überdauert haben. Teil der gelungen präsentierten und mit bulgarischen und englischen Hinweisen versehenen Exponate sind der Goldschatz von Valtschitran aus dem 14. Jahrhundert und das originale Bodenmosaik aus der Kirche Sveta Sophia.
Städtische Kunstgalerie Sofia
Gurko-Straße 1, Tel. 987 2181
Das Gebäude war vor 1944 ein Casino und wurde in den 1970er Jahren zur Heimstätte der Städtischen Galerie, die bereits 1928 unter dem Namen Städtisches Museum gegründet worden war. Die Sammlung besteht vor allem aus Malerei und Skulpturen des 20. Jahrhunderts von bulgarischen Künstlern, von denen viele ihre Werke der Galerie gestiftet haben. In der Galerie finden häufig Musikaufführungen und Avantgarde-Veranstaltungen statt.
Museum Erde und Mensch
Boulevard Tscherni Vrach 4, Tel. 656 639
Das hinter dem Hotel Hilton am Beginn des Juschen-Parks gelegene Museum verfügt über eine faszinierende, wenn auch etwas dürftig präsentierte Sammlung von gigantischen Kristallen und Edelsteinen aus aller Welt. Leider gibt es kaum Erläuterungen in englischer oder einer sonstigen ausländischen Sprache. Der Ort wird auch für zeitweilige Kunstausstellungen und Musikveranstaltungen genutzt, wobei das Echo der Kristalle zur guten Akustik beitragen.
Ethnographisches Museum
Alexander-Battenberg-Platz 1, Tel. 987 4191
Das im Ostflügel des früheren Zarenpalastes untergebrachte Museum gibt einen Einblick in bulgarische Folklore und Brauchtum und präsentiert Trachten verschiedener Regionen des Landes. Es wurde 1878 gegründet, doch gingen wertvolle Exponate während der Luftangriffe 1944 verloren, so ist die wunderschön geschnitzte Holzdecke aus der Zeit Zar Ferdinands vermutlich das interessanteste Ausstellungstück. Architektonische Aquarelle zeigen traditionelle bulgarische Häuser und ihre Innenräume. Weitere Exponate zeigen traditionelles Kunsthandwerk wie Teppichknüpferei und Wollspinnerei.
Nationale Kunstgalerie
Alexander Battenberg-Platz 1, Tel. 980 0093
Nachdem die 1948 gegründete, in den Räumen des früheren Zarenpalastes untergebrachte Nationalgalerie neun Jahre auf Finanzmittel gewartet hatte, konnte sie im Mai 2005 ihre Bestandsausstellung wieder eröffnen. Diese zeigt die Entwicklung bulgarischer Kunst vom späten 18. Jahrhundert bis zu den Modernisten des 20. Jahrhunderts. Zu sehen sind Werke von Meistora, Ilia Beschov, Detschko Usunov, Ivan Nenov und anderen.
Nationale Kunstgalerie – Die Krypta
Alexander Nevski-Platz
In der Krypta im Untergeschoß der Kathedrale ist die Sammlung Alter Bulgarischer Kunst der Nationalgalerie zu sehen, sie zeigt orthodoxe Kunst von ihren Ursprüngen im 4. Jahrhundert bis zur Wiedergeburts-Epoche im 19. Jahrhundert. Der Fokus liegt auf der Ikonenmalerei mit ca. 300 ständigen Exponaten, zu denen auch ein Altarkreuz und ein Paar Altarflügel aus dem Rila-Kloster gehören. Es gibt einen bulgarisch-englischen illustrierten Kunstführer, der den Besuchern nützlich sein kann, die bedeutendsten Ausstellungstücke zu erkennen und einen Einblick in dieses Kunstgenre zu erhalten.
Nationales Historisches Museum
Vitoschko Lale-Straße / Okolovrestno Chaussee, Boyana, Tel. 955 4280
22 000 Exponate zeigen die Entwicklung des sozialen, kulturellen und politischen Lebens auf bulgarischem Boden. Von den ersten vorgeschichtlichen Siedlungen über die griechische und römische Antike, das Erste Bulgarische Zarenreich im Mittelalter, die byzantinische Epoche, die Periode der Nationalen Wiedergeburt bis zum Bulgarischen Staat von 1878 bis 1945. Unter den spektakulärsten Ausstellungstücken befinden sich der einzigartige Goldschatz von Panagürischte, das thrakische Silber von Rogosen und Bronzeschmuck aus der Bronzezeit. In der prächtigen Haupthalle im ersten Stock mit ihrer sich zum Vitoscha-Gebirge öffnenden Fensterfront sieht der Besucher die Entwicklung des bulgarischen Alphabets und Bulgariens frühchristliche Kunst. Vor kurzem wurde der Kostüm-Sammlung das von Prinzessin Kalina, der Tochter Simeon von Sachsen-Coburg-Gotha getragene Hochzeitskleid zugefügt.
Nationales Militärgeschichtliches Museum
Tscherkovna-Straße 92, Tel. 946 1805
Dieses Museum wurde im Jahr 2003 eröffnet und liegt etwas abseits. Es ist nicht nur für Militaristen und Kinder von Interesse, der Hof bietet eine Auswahl militärischen Geräts und eignet sich für einen vergnüglichen Bummel. Von besonderem Interesse sind die erst vor kurzem außer Betrieb genommenen Raketen und die anderen Memorabili, einschließlich der Uniformen und einer Locke von Levskis Haarschopf.
Naturhistorisches Museum
Boulevard Zar Osvoboditel 1, Tel. 988 5115
Zentral gelegen nahe der Russischen Kirche ist dieses Museum für Familien mit Kindern eine gute Wahl bei schlechtem Wetter, denn die Sammlung mit ihren ausgestopften, eingelegten oder sonstwie präparierten Tieren beeindruckt. Im Treppenhaus dieses alten Gebäudes gibt es eine Dauerausstellung lebender Reptilien und Amphibien und im Erdgeschoß werden Steine und Mineralien vom Mond präsentiert. Der kleine Laden im Foyer verkauft Halbedelsteine und zu Teil recht attraktiven Schmuck.
Numismatische Sammlung in der Nationalbank
Alexander Battenberg-Platz
Dieses Münzmuseum ist vermutlich Sofias bestgehütetes Geheimnis, und sicherlich stolpert man nicht zufällig darüber. Es ist nur einmal die Woche, am Dienstagnachmittag, geöffnet.



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